Zum Auftakt der Aktivwochen "Frühling.Erlebnis.Bauernhof" 2026 ging es auf den Weber-Hof bei Hengersberg.
Die Begegnung mit großen und kleinen Hoftieren und jeder Menge Wissenswertem rund um den Bauernhof zauberte Grundschulkindern wie Ehrengästen – darunter Regierungspräsident Rainer Haselbeck und Landrat Bernd Sibler – ein breites Lächeln ins Gesicht.
Programm "Vom Korn zum Brot"
Zu Gast bei Martina und Martin Weber war die Klasse 3b der Grundschule Altenmarkt aus Osterhofen mit ihrer Schulleiterin und Lehrerinnen, die das Programm "Vom Korn zum Brot" gewählt hatten. Mit dabei waren unter anderem Vertreter des organisierenden Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf-Straubing (AELF), der Schulverwaltung und des Bauernverbandes. Sie wurden von Martin Weber beim Rundgang in die Produktionsweise des Nebenerwerbbetriebs eingeführt, auf dem schwerpunktmäßig das Fleisch der Angusrinder ab Hof direkt vermarktet wird.
Fast alle Kinder waren schon auf einem Bauernhof
AELF-Behördenleiter Josef Groß, Rainer Haselbeck und Bernd Sibler hießen Kinder und Ehrengäste willkommen. Sie waren sichtlich erfreut, als sich herausstellte, dass fast alle der anwesenden Schülerinnen und Schüler schon einmal auf einem Bauernhof gewesen sind. Einzelne hatten schon mit dem Kindergarten den Weber-Hof besucht. Aber langweilig wurde es auch denen nicht.
Erlebnisbäuerin beantwortet alle Fragen
Mit unendlicher Gelassenheit führte Erlebnisbäuerin Martina ihre Gäste durch den Tag – Ihre Prämisse: „Ihr dürft mir ein Loch in den Bauch fragen.“ Das nutzten die Kinder auch. Sie hörten, dass die Farbe der Eier an den Ohrläppchen der Hennen zu erkennen ist, dass die Ziegen den Habicht als Fressfeind der Hühner fernhalten, dass Vollkornbrot dem Weißmehlgebäck vorzuziehen ist und vieles mehr.
Füttern, streicheln und herumtoben
Am Offenstall der Angusrinder schnappten sie sich kleine Schubkarren und Besen, luden eifrig Heu auf und sorgten dafür, dass die Tiere eine Extraportion Futter erhielten. Im Hühnergehege streichelten sie begeistert die Hennen und staunten über deren Sprünge, als sie ihnen Spaghetti verfütterten. Sie lernten die beiden Hofziegen kennen, streichelten den Hasen und tobten zwischen Strohballen und Spielgeräten.
Kinder wollen wiederkommen
Sie erfuhren, wie viele Schritte es vom Saatkorn bis zum Brot oder zur Semmel braucht und welche Rolle der Landwirt, der Müller und der Bäcker dabei spielen. Dieses Wissen wird die Klasse bei einer Backaktion in der Schule noch vertiefen, wenn sie ihr eigenes Gebäck fabriziert. Bei der Schlussrunde in der Spielscheune gab es nur einen Wunsch: „Ich möchte bitte wiederkommen“ – das vermutlich schönste Dankeschön für die Gastgeberin.
Erfolgsprogramm erreichte bereits 700.000 Kinder
Ziel des Programmes Erlebnis Bauernhof ist es, dass jedes Grundschulkind sowie Schülerinnen und Schüler der fortführenden Mittel-, Realschulen und Gymnasien von der 5. bis zur 8. Klasse wenigstens einen Schultag auf einem Bauernhof verbringen – und zwar kostenfrei. Dort erleben sie mit allen Sinnen, kurzweilig und altersgerecht, wo und wie Lebensmittel erzeugt werden und welche Zusammenhänge zwischen Wasser, Boden und landwirtschaftlicher Arbeit dabei eine Rolle spielen. Das Erfolgsprogramm, für das Erlebnisbäuerinnen und -bauern in Schulungen qualifiziert werden, gibt es seit 2012. In ganz Bayern wurden seither rund 700.000 Kinder erreicht.
Infos unter poststelle@aelf-ds.bayern.de oder Telefon 09421 8006-0.