Feldtag auf dem Demobetrieb Gerhard Fuchs
Grünlandflächen für extremer werdendes Klima fit machen
Zoombild vorhanden
Mit Interesse verfolgten die Anwesenden die Ausführungen der Referenten zur Optimierung des Grünlandes.
© Anika Anglsperger
Gesundes, leistungsstarkes Grünland sei Voraussetzung für gutes Grundfutter, führte Anika Anglsperger – beim AELF zuständig für Pflanzenbau – in das Thema des Feldtages 2026 ein. Doch habe die Trockenheit gezeigt, wie wichtig es sei, die Resilienz der Flächen zu stärken. „Um künftig auf ein stabiles Futterangebot setzen zu können, müssen wir uns immer wieder mit den Grundlagen der Grünlandpflege auseinandersetzen. Es geht um den Boden, die effektive Unkrautbekämpfung und die gezielte Regeneration der Bestände.“
Auf Vermahlungsgrad des Kalks achten
Armin Schneider, Verkaufsberater der Firma Dueka, erläuterte die Bedeutung der Kalkung für eine gelungene Nachsaat und ein gutes Pflanzenwachstum anhand praktischer Vorführungen. „Anders als im Acker, sollte der Mahlgrad des Kalks feiner sein, da keine Bodenbearbeitung erfolgt.“ Schneider demonstrierte unterschiedliche Vermahlungsgrade auf der Fläche.
Schwierigkeiten bei hohem Löwenzahnanteil
Um Ampferbekämpfungsgeräte in Theorie und Praxis ging es beim nächsten Programmpunkt. Tobias Nadler und Michael Fuchs führten Rumex und Rumbo Jet vor. Rumex arbeitet mit KI-gestützter Sensortechnik, die die Ampferpflanzen im Bestand erkennt und eine zielgenaue Applikation von Pflanzenschutzmitteln veranlasst. Problematisch sei ein hoher Anteil von Löwenzahn im Bestand, hieß es. Die Technik arbeite noch nicht so genau, dass dieser zweifelsfrei unterschieden werde, weshalb auch Löwenzahn gespritzt werde.
Gezielte Ampferbekämpfung spart Arbeit in den Folgejahren
RumboJet sei wegen seiner größeren Arbeitsbreite schlagkräftiger. Eine Abdeckung vor und nach den Düsen verhindere Beeinträchtigungen durch Wind. Doch arbeiteten beide Geräte nach dem gleichen Prinzip und erlaubten eine schnelle und effektive Ampferbekämpfung. Diese bedeute deutlich geringere Überfahrten in den Folgejahren.
Gezielte Regeneration
Abschließend sprach Maximilian Dendl vom AELF über gezielte Regeneration durch Nachsaat. Tobias Baumgartner führte baugleiche Nachsaatgeräte der Hersteller Güttler und Agro Masz auf der Fläche vor. Dabei wurden die Unterschiede in der Arbeitsweise deutlich. Durch aggressive Einstellung der Zinken konnte die Gemeine Rispe herausgestriegelt werden – ein entscheidender Vorteil für die darauffolgende Nachsaat, sagte Dendl.
„Man braucht einen offenen Boden“, resümierte Dendl. „Die Gemeine Rispe muss zuerst herausgestriegelt und abgefahren werden, damit das Nachsaatgut die Möglichkeit hat, in den Boden zu gelangen. Und dabei sollte man nicht sparen.“ Er empfiehlt rund 20 Kilo Saatgut pro Hektar.

