Aktion gegen Lebensmittelverschwendung
Lebensmittel retten, Ressourcen und Energie sparen

Wie viele Kilo Lebensmittel pro Person und Jahr werden in Bayern weggeworfen? Welche Lebensmittel werden am häufigsten entsorgt? Antworten auf diese und mehr Fragen gab Katharina Stadler vom AELF den Schülerinnen der Ursulinen-Realschule Straubing während der Pause.

Das frisch erlangte Wissen prüften die Mädchen bei einem Quiz. Aus den richtigen Antworten werden drei Gewinnerinnen gezogen, die je eine der drei Retterboxen erhalten – Brotzeitboxen mit Infos und Extras. Die Klasse, die sich am zahlreichsten am Quiz beteiligt hat, erhält außerdem einen Satz Bienenwachstücher zum Selbermachen für alle.

Leckeres aus Resten
Ab Mittag ging es für die Klasse 9e in der Schulküche rund. Unter Anleitung von Katharina Stadler und der Lehrerin für Ernährung und Gesundheit, Christine Prebeck, bereiteten 17 Mädchen italienischen Brotsalat zu und brutzelten Arme Ritter mit Kompott. Damit fanden Brot- und Backwaren – die am häufigsten entsorgte Lebensmittelgruppe – und (über-)reifes Obst eine leckere Verwendung.
Gemeinsam genießen
Feine Snacks in die Hand zauberten die Schülerinnen aus dem, was weg muss. Käsereste, übrige Kartoffeln, Eier, ein bisschen Gemüse oder Obst: klein geschnippelt und in einer Eiermasse verquirlt, kommt die Kleinstmengen als Omelett gebraten oder in einer Muffinform gebacken zu neuen Ehren. Den Schülerinnen schmeckten ihre preisgünstigen Kreationen und energetisch können sie sich auch sehen lassen.
Lebensmittel retten spart Energie

Denn allein mit der Energie, die zur Erzeugung der in Bayern pro Jahr entsorgten Menge notwendig ist, könnten die Städte Würzburg, Fürth und Erlangen ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. "Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in die Tonne. Gerade in Zeiten explodierender Energie- und Materialkosten, ständig steigender Lebensmittelpreise und der immer spürbarer werdenden Folgen des Klimawandels können wir es uns schlichtweg nicht mehr leisten, so viel wertvolle Nahrungsmittel für die Tonne zu produzieren“, ist Ministerin Michaela Kaniber überzeugt. "Wenn wir künftig weniger Lebensmittel wegwerfen wollen, kommt es auf jeden an. Wir zählen künftig noch mehr auf die Verbraucherinnen und Verbraucher, denn die meisten Verluste entstehen in den privaten Haushalten."

Bündnis "Wir retten Lebensmittel!" - Staatsministerium Externer Link