73 Landwirte und Hauswirtschafterinnen feiern Berufsabschluss
"Ihr ernährt das Land"
Zoombild vorhanden
© Christine Schmid, AELF DS
Eine rekordverdächtige Anzahl an niederbayerischen Auszubildenden der Landwirtschaft und Hauswirtschaft erhielten ihre Zeugnisse von Regierungspräsident Rainer Haselbeck.
Bei der Berufsabschlussfeier im Landgasthof Schmid in Wolferszell wurden 16 Hauswirtschafterinnen und ein Hauswirtschafter, sowie 46 Landwirte und elf Landwirtinnen im Kreise von Familie, Freunden, Ausbildern, Prüfern und Ehrengästen aus Politik, landwirtschaftlichen Verbänden, Schulen und Ämtern verabschiedet. Sie haben erfolgreich ihre Ausbildung und Abschlussprüfungen bewältigt.
Hauswirtschaft - ein attraktiver Ausbildungsberuf
Die beste Durchschnittsnote in der Hauswirtschaft erzielte Sylvia Huber (1,64) aus Massing im Landkreis Rottal-Inn, dicht gefolgt von Ruth Waas (1,65) aus Plattling im Landkreis Deggendorf. Platz 3 mit einem Schnitt von 1,84 belegt Andrea Trautinger aus Neukirchen im Landkreis Straubing-Bogen. Insgesamt waren in Niederbayern 66 Frauen und Männer in Hauswirtschaft ausgebildet worden.
Spitzennoten in der Landwirtschaft
Die Besten der Landwirtschaft sind Patrick Kienberger (1,07) aus Konzell im Landkreis Straubing-Bogen und Magdalena Mühl (1,10) aus Zwiesel im Landkreis Regen. Den 3. Platz mit einem Notendurchschnitt von 1,49 teilen sich Johannes Fabian Berleb aus Mengkofen im Landkreis Dingolfing-Landau, Ludwig Venus aus St. Englmar und Johanna Vogl aus Konzell – beide Landkreis Straubing-Bogen. Insgesamt wurden 213 Landwirte und Landwirtinnen in Niederbayern verabschiedet.
BiLa im Aufwind
25 der Absolventen haben ihre praktische Ausbildung in den Landkreisen Deggendorf, Regen und Straubing-Bogen absolviert. Zwölf Absolventen haben die Ausbildung zum Landwirt über das Bildungsprogramm Landwirt in Abendkursen, mit einer damit verbundenen vierjährigen Praxiszeit am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regen durchlaufen.
Bayerns Pflanzentechnologinnen sind die Besten
Ebenfalls ins Berufsleben entlassen wurden fünf Pflanzentechnologinnen. Beste sind Joelina Heydenreich aus Prosselsheim im Landkreis Würzburg mit einem Schnitt von 1,31, Maria Miriam Paul (1,35) aus Neubeuern im Landkreis Rosenheim und Anja Geithner (1,49) aus Vohenstrauß im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Bundesweit hatten 51 Absolventen die Abschlussprüfung zum Pflanzentechnologen absolviert. Diejenigen aus Bayern gehören zu den zehn Besten bundesweit.
Mitglieder des Prüfungsausschusses geehrt
Grund zur Freude hätten denn auch alle Anwesenden, sagte Franziska von Krezmar von der Regierung von Niederbayern. „Das ist keine Qualifikation, die man so einfach bekommt.“ Großer Dank galt den Ausbildern, Lehrkräften und Eltern. Georg Vilser aus Mengkofen, Josef Peringer aus Geiselhöring und Wilhelm Boyen aus Metten wurden für langjährige Mitarbeit im Prüfungsausschuss geehrt. Für Musik in den Pausen sorgte die vier-Mann-starke Band WosDaBrassKo.
An den Herausforderungen wachsen
Zu den ersten Gratulanten zählten die Grußwortredner. Landrat Tobias Beck erinnerte sich an seine eigene Lehre als Elektriker, die ihn nachhaltig geprägt habe. „In der Lehre hat man das gelernt, was man das ganze Leben brauchen kann.“ „Ihr ernährt das Land“, stellte stellvertretende Bezirksbäuerin Rosmarie Mattis fest . Sie wünschte dem Nachwuchs, sich Neugier und Freude zu bewahren, Lösungen zu finden und mit Engagement an den Herausforderungen zu wachsen.
Die richtigen Vorbilder suchen
Hermine Eckl, Schulleiterin der Marianne-Rosenbaum-Schule bezeichnete die Gesellenbriefe als „Lohn für eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung“. Und Josef Groß, Behördenleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf-Straubing, bekräftigte, dass die Ausbildung im Amt an vorderster Stelle stehe. Spannend sei es zu sehen, wie es weiter gehe – mit Fortbildungen, direkt in den Beruf oder in eine ganz andere Richtung. Groß riet: „Suchen Sie sich die richtigen Vorbilder. Lassen Sie sich nicht von den Berufspessimisten anstecken, auch nicht von denen, die für alles einfache Lösungen haben.“
Unverzichtbare grüne Berufe
„Ihre Berufe sind für uns unverzichtbar“, sagte Regierungspräsident Haselbeck. Doch müsse die Landwirtschaft nicht nur den Menschen ernähren, sondern auch den Landwirt. Neben den Herausforderungen gebe es auch jede Menge Chancen. "Nutzen Sie die digitalen Kanäle. Überlassen Sie die nicht den anderen. Sie sind die Profis. Mischen Sie sich in die Debatten ein.“




